Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Fast lautlos schlichen Eod und Fae aus dem Zimmer wieder hinaus, den Gang entlang und konnten sich auch unbemerkt wieder in Richtung Eods offener Zelle bewegen. Entweder war es den Wachen, bis auf Berod, welcher ihnen sogar geholfen hat sich für das Schäferstündchen zu verkriechen, tatsächlich nicht aufgefallen oder aber, und diese Vermutung ist wahrscheinlicher, ihnen wollte es einfach nicht auffallen. Nicht, weil sie eigentlich auf Eoddrens Seite waren, sondern wohl eher auf Grund der Tatsache, dass sie selbst alle nur Männer sind und wenn man mit jemanden wie Faegryn verheiratet war, es wohl nur allzu gut verstehen und nachvollziehen konnten.

In der Zelle wieder angekommen, sah er wieder die Uniform und konnte sich ein langgezogenes Seufzen wohl nicht verkneifen. Nun also war sie da, die Stunde der Wahrheit und er musste sich tatsächlich fertig machen. Ob er wollte oder nicht, denn es blieb nicht mehr viel Zeit. Also ging er zu seinem Feldbett, setzte sich an den Rand und griff zur Uniform, jene die er so viele Jahre voller Stolz getragen hatte, und heute mit so vielen gemischten Gefühlen behaftet. Fae setzte sich neben ihn, schweigend und legte ihm lediglich eine Hand auf seinen Unterarm, als Zeichen, dass er nicht alleine war und es half. Mit einem kurzen dankbarem Nicken, hob er leicht den Mundwinkel und legte die Uniform auch schon wieder zur Seite.
Nach einer Katzenwäsche, aber besser als nichts, rasierte er sich noch, band die Haare frisch zusammen und schlüpfte zunächst in die Uniformhose, sowie streifte sich das Unterhemd über...

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